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2019-05-20

Was ist die neue CPR-Richtlinie und was führt sie ein

CPR

Die CPR-Richtlinie (Construction Products Regulation) legt die harmonisierten Bedingungen für die Einführung von Bauerzeugnissen ein, darüber hinaus bringt sie die Notwendigkeit der Moditikation von Kabeln und Leitungen im Hinblick auf ihre Brennbarkeit und den Umfang an während eines Brands entstehendem Rauch mit sich.

Die Anforderungen bezüglich der von der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates Nr. 305/2011 vom 9. März 2011 eingeführten Änderungen hat unter den Herstellern von Leitungen und Kabeln zu Aufruhr geführt, in Verbindung mit der Vereinheitlichung der Anforderungen, die bisher je nach Staat, in dem sie erörtert wurden, unterschiedlich waren. Die Richtlinie gilt seit 1. Juli 2017 in vollem Umfang, und über das Datum ihres Inkrafttretens wurden Hersteller ausreichend früh informiert, um ihre Produkte an die Anforderungen anpassen zu können.

Neue Anforderungen an Produkte

Die Verordnung betrifft vor allem den Brandschutz von Bauobjekten im weitesten Sinne, insbesonder die Verallgemeinerung der Klassifizierung von Leitungen und der Methoden ihrer Bewertung. Im Hinblick auf den hohen Prozentsatz von Bränden, die durch eine mangelhafte Elektroinstallation verursacht werden, hat die Verbesserung die Steigerung der Fluchtmöglichkeiten und die Beschleunigung des Löschvorgangs der Brandquelle zum Ziel. Die Vorschrift umfasst Produkte, die für die dauerhafte Anbringung im Inneren von Bauwerken bestimmt sind, und führt die Pflicht der Anbringung einer Information über die Produktklasse, die durch Prüfungen in einer unabhängigen Prüfungsanstalt bestätigt werden muss, durch den Hersteller ein. Im Inneren der Richtlinie wurden folgende Anforderungen definiert: Enerieersparnis und Wärmedämmung, Lärmschutz, Anwendungssicherheit, Hygiene, Gesundheit und Umwelt, Tragfähigkeit und Statik sowie – aus Sicht von Produkten im Bereich Leitungen und Verkabelung am wichtigsten – Brandschutz.

Vereinheitlichung der Standards und Kennzeichnung

Im Sortiment der Leitungen und Kabel konzentriert die Vorschrift sich auf die Klasse der Beständigkeit gegen die Einwirkung von Feuer und führt eine einheitliche Methode ihrer Parametrisierung ein, die eng mit der Einführung der Norm PN-EN 50575 verbunden ist. Sie legt präzise die Art der Verifikation der Eigenschaften der zum Verkauf bestimmten Produkte fest. Die Richtlinie führt Parameter bezüglich des Widerstands, der Gesamtmenge an erzeugtem Rauch und Schnelligkeit seiner Emission, Kennzahlen der Flammenverbreitungsgeschwindigkeit, der Schnelligkeit der Wärmefreisetzung und Gesamtmenge der freigesetzten Wärme fest. Die Verbindung der Norm PN-EN 50575 mit den Anforderungen der CPR-Richtlinie erfordert vom Hersteller das Dokument der Leistungserklärung DOP (Declaration of Performance) sowie die Kennzeichnung von Produkten aus dem Sortiment der Bauwerkstoffe mit dem CE-Zeichen. Die Anforderung der Leistungserklärung soll die einfachere Identifikation des Produkts ermöglichen, Zugang zu seiner Klasse sowie zu Informationen zur zugehörigen Prüfungsanstalt, sowie die entsprechende technische Dokumentation, was Ingenieuren in Zukunft die Materialauswahl für konkrete Typen von Bauwerken erleichtern wird.

Neue Kategorien

Den in der Norm als geltend definierten Klassen, aus dem Bereich der Kennzeichnungen: ACa, B1Ca, B2Ca, CCa, DCa, ECa, FCa, wurden Parameter zugeordnet, die Kabel und Leitungen vorweisen müssen. Im Hinblick auf die Feuerreaktionsklasse werden Produkte, die vollkommen unbrennbar sind, zur Kategorie ACa klassifiziert. Der ganze Rest, je nach seinen Eigenschaften, zu den restlichen Klassen, die von der Norm EN 13501-6 definiert werden. Gleichzeitig ist anzumerken, dass aktuell keine Leitungen mit der Klasse ACa hergestellt werden. Die höchste Kategorie, die mit den Möglichkeiten des zur Herstellung der Verkabelung eingesetzten Materials erzielt wird, ist die Klasse B2Ca. Gemäß der Norm PN-EN 50575 gelten drei Bewertungssysteme, also Verfahren, die während der Prüfung gelten.

System 1+ betrifft Produkte der Euroklasse B2Ca,CCa und legt die von der Europäischen Kommission notifizierten Labore und Prüfungsanstalten fest. Das System umfasst auch die laufende Produktionskontrolle, die von der entsprechenden Einheit durchgeführt wird.

System 3 ist für die Klassen DCa, ECa bestimmt. Die Leistungserklärung wird auf Grundlage des Berichts des Notifizierten Labors erstellt.

Eine Ausnahme stellt das System 4 mit der niedrigsten Produktklasse FCa dar. In diesem Fall können die Prüfungen im Labor des Herstellers oder nach dem Prinzip der Beauftragung eines gewählten Prüfungslabors mit der Prüfung erfolgen. Im Hinblick auf die fehlende Erfüllung der für die Klasse ECa vorgesehenen Anforderungen, beruht die Prüfung in diesem Fall auf dem Nachweis der fehlenden Zugehörigkeit zur vorhergehenden Klasse. In Polen haben das Centrum Naukowo Badawcze Ochrony Przeciwpożarowej (Wissenschaftliches Forschungszentrum für Brandverhalten) sowie das Instytut Technik Badawczych (Institut für Prüfungstechniken) die Zulassung zur Feststellung der Konformität mit dem System erhalten. Die Norm EN 50575 legt detailliert die Prüfungsverfahren für die einzelnen Kategorien fest und berücksichtigt fünf Paramater: korrosive Erzeugung brennender Tropfen und korrosiver Gase, Rauchdichte, freigesetzte Wärme und Flammenverbreitung.

Prüfungsumfang

Produkte der Kategorie ACa werden gemäß der Norm PN- EN ISO 1716 einer Prüfung des Brandverhaltens unterzogen, die die Menge an Verbrennungswärme brutto bestimmt. Dies ist die einzige, in dieser Kategorie durchgeführte Prüfung, und ihr Ergebnis entscheidet über die Zugehörigkeit zur Kategorie. Produkte aus dem Bereich der Klassen B1Ca, B2Ca ,CCa, DCa werden Prüfungen unterzogen, die laut der Norm PN-EN 50399 festgelegt werden und sich auf die Messung der freigesetzten Wärme, des erzeugten Rauchs während der Flammenverbreitung beziehen, sowie gemäß der Norm PN-EN 60332-1-2, die über die Beständigkeit des Leiters oder Kabels gegen erneute Flammenverbreitung informiert. Darüber hinaus werden Leitungen aus diesen Kategorien einer Serie zusätzlicher Prüfungen unterzogen, aus dem Bereich der Rauchemission (EN 50399, EN 61034-2), in deren Fall S1 die höchste mögliche Note ist , und S3 die niedrigste. Auf das Endergebnis der Prüfung setzen sich die Ergebnisse der einzelnen Prüfungen zusammen. Aufgrund der Korrosionsprüfung (EN 50267-2-3) werden die Noten verteilt: a1, a2, a3, die die Säure der Gase festlegen. Das letzte der weiter oben vorgestellten Kriterien ist die Analyse der auf den Boden beim Schmelzen des Materials herabfallenden Tropfen (EN 50399). Die höchste Note - d0 erhalten Produkte, deren Tropfen während einer Dauer von mehr als 20 Minuten nicht erscheinen. Für das Sortiment mit der Bestimmung der Verleihung der Klasse ECa wird lediglich die Prüfung des Widerstands des Kabels bzw. Leiters gegen die senkrechte Flammenverbreitung durchgeführt (EN 60332-1-2).

Einfluss der neuen Normen auf die Zukunft der Branche

Aufgrund der geltenden Richtlinie sind Hersteller ab dem 1.07.2016 verpflichtet, ausschließlich Leitungen und Kabel zu liefern, die gemäß den Symbolen der CPR-Verordnung gekennzeichnet sind. Die eingeführte Änderung hat die Vielfalt der Klassifizierungsstandards für Leitungen vereinheitlicht, die in den einzelnen Ländern herrschte, und hat diese auf eine, streng festgelegte Methode reduziert. Bisher geltende Klassifizierungen bezogen sich ausschließlich auf Prüfungen der Flammenausbreitung, die neue Verordnung hingegen hat die Anforderungen im Hinblick auf den Brandschutz deutlich erweitert. Die Zukunft der Richtlinie kann nicht nur die Optimierung der entstandenen Vorschriften sein, sondern auch neue Regelungen zur Bestimmung der Zugehörigkeit von Klassen zu einem bestimmten Gebäude- oder Konstruktionstyp. Dies kann wesentliche Änderungen im Bereich der bisher eingesetzten Isoliermaterialien bringen, die durch nicht brennbare und vollkommen gegen hohe Temperaturen beständige Materialien ersetzt werden.

TME-Angebot im Einklang mit der CPR-Richtlinie

Die Produkte im Angebot von TME besitzen Dokumentationen, die Informationen über die Prüfungsergebnisse gemäß CPR-Richtlinie enthalten. Es handelt sich dabei um grundlegende Informationen zu Produkteigenschaften, Sicherheit ihrer Anwendung sowie Verhaltensweise der Isolierung im Fall eines plötzlichen Temperaturanstiegs. Isolierungen mit dem Status LSZH (Low Smoke Halogen Free) dominieren unter den Isoliermaterialien. Sie verbreiten keine Flammen, sind selbstlöschend, halogenfrei, und ihr Widerstand ist erhöht und hängt von ihrem dedizierten Anwendungsbereich ab.

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