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GPIB (General Purpose Interface Bus), auch bekannt als IEEE-488, ist ein paralleler Kommunikationsbus, der in den 1960er Jahren von Hewlett-Packard für Anwendungen in der Messautomatisierung und der Steuerung von Laborgeräten entwickelt wurde. Der Standard wurde später von der IEEE als IEEE-488 formalisiert und in IEEE-488.1 und IEEE-488.2 weiterentwickelt, wodurch die Spezifikation erweitert und die Interoperabilität verbessert wurde.
Mit GPIB können mehrere Messgeräte wie Multimeter, Oszilloskope, Signalgeneratoren oder Spektrumanalysatoren über einen einzigen Kommunikationsbus an einen Steuerrechner oder untereinander angeschlossen werden. Das System kann bis zu 15 Geräte unterstützen, darunter einen Master (Steuerungen) und bis zu 14 Slaves, was eine bidirektionale Kommunikation und softwarebasierte Steuerung ermöglicht. Die Datenübertragung erfolgt parallel über einen 8-Bit-Datenbus mit zusätzlichen Steuerleitungen, was eine relativ schnelle Übertragung im Vergleich zu anderen Schnittstellen der Zeit ermöglicht.
GPIB hat den Vorteil einer deterministischen Struktur und einer geringen Störanfälligkeit, wodurch es sich besonders für Labor- und Industrieumgebungen eignet, in denen Stabilität und Zuverlässigkeit entscheidend sind. Trotz der Einschränkungen in Bezug auf Kabellänge und Übertragungsgeschwindigkeit im Vergleich zu neueren Schnittstellen (z. B. USB, Ethernet) wird GPIB immer noch in Anwendungen eingesetzt, die eine Kompatibilität mit älteren Geräten erfordern und wo eine entwickelte Infrastruktur auf der Grundlage dieses Standards vorhanden ist.
Die GPIB-Kommunikation wird über eine Reihe von Befehlen und Protokollen verwaltet, die festlegen, wie die Übertragung eingeleitet wird, wie die Adressen den Geräten zugewiesen werden und Synchronisierung der Datenflüsse. Diese Schnittstelle war ein Schlüsselelement bei der Entwicklung der Messautomatik und ist die Grundlage vieler moderner Prüfsysteme.
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