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Ein Isotop ist eine Variante eines Atoms eines bestimmten chemischen Elements, die sich durch eine identische Anzahl von Protonen im Kern (d. h. die gleiche Ordnungszahl Z) auszeichnet, sich aber in der Anzahl der Neutronen und damit in der Massenzahl (A) unterscheidet. Das bedeutet, dass Isotope desselben Elements aufgrund der Struktur ihrer Elektronenhüllen nahezu identische chemische Eigenschaften haben, sich aber in ihren physikalischen Eigenschaften, insbesondere in den Kerneigenschaften, erheblich unterscheiden können.
Isotope werden in stabile und radioaktive Isotope unterteilt. Stabile Isotope machen während der Beobachtung keine Kernumwandlungen durch, während radioaktive Isotope (Radioisotope) instabil sind und ionisierende Strahlung infolge spontaner Kernumwandlungen wie Alphazerfall, Betazerfall oder Gammaemission aussenden. Jedes Radioisotop ist durch eine charakteristische Halbwertszeit gekennzeichnet, die angibt, nach welcher Zeit sich die Hälfte der Atome umgewandelt hat.
Isotope haben ein breites Anwendungsspektrum in verschiedenen Bereichen von Wissenschaft und Technik. In der Chemie und Molekularbiologie werden sie als Tracer in Methoden zur Verfolgung von Reaktionen und Stoffwechselwegen eingesetzt. In der Geologie und Archäologie werden sie zur isotopischen Datierung verwendet, z. B. bei der Radiokohlenstoffdatierung. In der Kernenergie werden spaltbare Isotope wie Uran-235 oder Plutonium-239 verwendet. In der Nuklearmedizin werden strahlungsemittierende Isotope in der diagnostischen Bildgebung (PET, SPECT) und der gezielten Krebstherapie eingesetzt.
Auf der Ebene der Struktur des Atomkerns unterscheiden sich die Isotope in der Konfiguration der Nukleonen und der Bindungsenergie des Kerns, was sich auf ihre Stabilität und ihr Verhalten bei Kernreaktionen auswirkt. Die Isotope eines Elements werden durch ihre Massenzahl bezeichnet, z. B. ^14C oder Wasserstoff-2 (Deuterium). Auf makroskopischen Maßstäben können Isotope auch Materialeigenschaften wie die Wärmeleitfähigkeit oder die Molmasse beeinflussen, was in der Materialphysik und Feinmechanik von Bedeutung ist.
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