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Barlow-Rad - Definition

Das Barlow-Rad ist ein Demonstrations-Elektromotor, der die Wirkung der Lorentz-Kraft in einem Magnetfeld auf einem stromdurchflossenen Leiter veranschaulicht. Es besteht in der Regel aus einem Metallrad, das auf einem Drehzapfen montiert ist und dessen Felge teilweise in einen leitfähigen Elektrolyt (in der Regel eine Schwefelsäure- oder Salzlösung) eingetaucht ist, der sich in einem Behälter befindet. Unter dem Rad befindet sich ein Permanentmagnet, der ein Magnetfeld erzeugt, das senkrecht zur Drehebene des Rades steht.

Wenn eine elektrische Spannung an das sich drehende Rad angelegt wird - einer versorgt den Radarm, der andere ist in Kontakt mit dem Elektrolyten -, fließt ein Strom durch einen Abschnitt des Leiters. Bei Vorhandensein eines Magnetfeldes wird eine Lorentz-Kraft erzeugt, die auf das Leitersegment in dem in den Elektrolyten eingetauchten Bereich wirkt, ein Drehmoment verursacht und das Rad in Bewegung setzt.

Das Barlow-Rad wird häufig als didaktisches Modell für den Unterricht in den Grundlagen der Elektrodynamik verwendet, da es eines der ersten praktischen Geräte ist, das die direkte Wechselwirkung von Magnetfeld und elektrischem Strom veranschaulicht. Die Drehbewegung des Rades ergibt sich aus den Grundprinzipien des Elektromagnetismus und steht in engem Zusammenhang mit der Linksregel (für Motoren) und der Richtung des Stromflusses relativ zu den Magnetfeldlinien.

Physikalisch gesehen handelt es sich bei diesem Gerät um eine vereinfachte Form des Gleichstrommotors, bei dem der Kommutator und die komplexe Geometrie der Wicklungen fehlen. Seine historische Bedeutung ergibt sich aus der Tatsache, dass er eines der ersten Systeme war, das von Humphry Davy und Peter Barlow verwendet wurde, um die Theorie des Elektromagnetismus im 19. Heutzutage wird das Barlow-Rad neben seiner pädagogischen Funktion manchmal im Zusammenhang mit Kontaktkräften, elektrolytischem Widerstand und Energieverlusten aufgrund des Widerstands einer leitenden Flüssigkeit analysiert.

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