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RISC (Reduced Instruction Set Computing) ist eine Prozessorarchitektur, die auf einem vereinfachten und optimierten Befehlssatz basiert, um die Effizienz der Programmausführung zu maximieren und gleichzeitig das Steuersystem der zentralen Verarbeitungseinheit zu vereinfachen. Das RISC-Konzept geht davon aus, dass die meisten Operationen des Prozessors mit einfachen Einzelzyklusbefehlen implementiert werden können, die schnell und vorhersehbar ablaufen.
In der RISC-Architektur haben die Befehle im Allgemeinen eine einheitliche Länge und arbeiten hauptsächlich mit internen Registern, wobei der Zugriff auf den Arbeitsspeicher begrenzt ist und durch klar getrennte Lade- und Schreibvorgänge realisiert wird.](/de/news/library-articles/page/69482/) Ein solches Modell erleichtert die Befehlsdekodierung und ermöglicht die effiziente Nutzung der Pipeline-Verarbeitung (Pipelining), bei der die verschiedenen Phasen der Befehlsausführung parallel ausgeführt werden, wodurch sich der Gesamtdurchsatz des Prozessors [erhöht.
RISC wurde als Alternative zu den komplexeren CISC-Architekturen (Complex Instruction Set Computing) entwickelt, die zwar eine größere Vielfalt und Funktionalität der einzelnen Befehle bieten, aber auf Kosten der Hardwarekomplexität und der geringeren Vorhersagbarkeit der Ausführungszeiten. Beim RISC-Konzept ermöglicht die Vereinfachung der Hardware eine Optimierung in Bezug auf Taktfrequenz, Siliziumfläche und Stromverbrauch.
RISC-basierte Architekturen werden häufig in eingebetteten Systemen, mobilen Geräten, Mikrocontrollern und modernen Integrierten Schaltungen eingesetzt, bei denen Energieeffizienz und deterministische Reaktionszeiten wichtig sind. Beispiele für beliebte RISC-Prozessorfamilien sind ARM, MIPS, RISC-V und SPARC. Aufgrund ihrer Skalierbarkeit und offenen Spezifikation unterstützen RISC-Architekturen die Entwicklung moderner Computersysteme und sind ein wesentlicher Bestandteil der modernen Mikroprozessortechnik.
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