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Thermistor ist eine Art von Widerstand aus Halbleitermaterial, dessen Widerstandswert stark von der Temperatur abhängt. Heutzutage gibt es viele Arten von Thermistoren, die in verschiedenen Gehäusen und mit Leistungsmerkmalen - je nach der Anwendung - angeboten werden. Je kleiner die Abmessungen des Thermistors sind, desto größer ist der Bereich der Widerstandsänderung und desto geringer die Verlustleistung. Die SMD-Thermistoren oder diejenigen in Gehäusen mit einer Größe von einem Strichholzkopf haben typischerweise einen Widerstand, der über einen sehr weiten Bereich variiert. Große Thermistoren haben einen Widerstandsbereich mit engerem Spielraum für Änderungen und sind häufig mit Kühlkörpern oder Aluminiumgehäusen ausgestattet. Viele der heute hergestellten Thermistoren unterscheiden sich kaum von einem typischen SMD-Widerstand.
Die grundlegende Aufteilung der Thermistoren ergibt sich aus dem Temperaturkoeffizienten und ihrem Verwendungszweck im Gerät.
Die NTC-Thermistoren (Negative Temperature Coefficient) haben einen negativen Temperaturkoeffizienten. Sie haben einen hohen Widerstand bei niedriger Temperatur und einen niedrigen Widerstand nach der Erwärmung. PTC-Thermistoren (Positive Temperature Coefficient) arbeiten umgekehrt, bei niedrigen Temperaturen haben sie einen kleinen Widerstand, der mit der Temperatur des Thermistors zunimmt.
Messthermistoren fungieren als Temperatur-Spannungs-Wandler. Aufgrund dieser Anwendung achten die Hersteller auf die Wiederholbarkeit ihrer Parameter, die geringe Verarbeitungstoleranz und die Linearität der Eigenschaften von Widerstandsänderungen mit der Temperatur. Normalerweise haben sie auch kleine Abmessungen und damit eine geringe thermische Trägheit. In Stromkreisen haben die Schutzthermistoren die Funktion, den Einschaltstrom beim Einschalten zu begrenzen. Dies sind NTC-Thermistoren, die im Stromkreis in Reihe geschaltet werden. Sie haben relativ große Abmessungen und eine spezielle Struktur, die eine Wärmeableitung an die Umwelt ermöglicht.
Messthermistoren werden hauptsächlich für Temperaturmessungen im Bereich von ca. -40 °C bis +125 °C verwendet. Es gibt zwar auch andere spezielle Designs, die diesen Bereich erweitern, aber die meisten gängigen Thermistoren liegen innerhalb des angegebenen Bereichs. Messthermistoren werden auch in Temperaturkompensationsschaltungen elektronischer Bauteile eingesetzt.Schutz-NTC-Thermistoren werden verwendet, um die Stromanstiegsrate in empfindlichen Stromkreisen zu begrenzen. In der Vergangenheit waren sie in den Glühkreisen von Lampen zu finden, in denen sie die Lebensdauer der Lampen verlängerten und den kalten Glühfaden schützten, wenn die Stromversorgung eingeschaltet wird.
Die grundlegenden Parameter, die den Thermistor charakterisieren, sind: Nennwiderstand bei einer Temperatur von 25 °C, Temperaturkoeffizient, Temperaturkoeffizient des Widerstands, zulässige Verlustleistung, Nennspannung, Toleranz, Gehäusetyp.
Thermistoren sind für verschiedene Strom- und Spannungswerte ausgelegt, nicht nur für die Aufnahme in einen Stromkreis, der von einer sicheren Spannung gespeist wird. Daher die Vielfalt ihrer Gehäuse und eine Vielzahl von Abmessungsvarianten. Einige Thermistoren, wie z.B. die in der Automobilindustrie verwendeten Elemente, sehen aus wie eine Schraube, die in das Motorgehäuse eingeschraubt wird. Die Wahl des Thermistors hängt in erster Linie von der Zielanwendung ab. Die Messthermistoren werden nach anderen Kriterien als die Schutzthermistoren ausgewählt.
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