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Eine Bogenlampe ist eine Lichtquelle, die nach dem Prinzip eines Lichtbogens funktioniert, der zwischen zwei Elektroden entsteht, die in der Regel aus Kohlenstoff oder hitzebeständigen Metallen bestehen. Die Lichtemission entsteht durch die starke Erhitzung des Elektrodenmaterials und die Ionisierung des im Lichtbogenspalt vorhandenen Gases. Dieses Phänomen tritt auf, wenn eine Spannung angelegt wird, die ausreicht, um einen elektrischen Durchschlag zu verursachen, der einen Lichtbogen mit einer sehr hohen Temperatur von mehreren tausend Grad Celsius auslöst und aufrechterhält.
Die ersten Bogenlampen wurden unter freiem Himmel betrieben, aber im Laufe der Zeit wurden kontrollierte Atmosphären wie Argon, Neon oder Quecksilberdampf verwendet, um die Lichtleistung zu erhöhen und die Lebensdauer zu verlängern. Je nach verwendetem Gas und Bauart können Bogenlampen Licht mit unterschiedlichen Farb- und Spektralmerkmalen abgeben. Bei Hochdruckversionen, wie der Quecksilberdampf- oder Xenonlampe, wird intensives weißes oder tageslichtähnliches Licht erzeugt.
Aufgrund ihrer hohen Helligkeit und ihres gebündelten Lichtstroms wurden Bogenlampen häufig in Filmprojektoren, Bühnenscheinwerfern, Leuchttürmen und industriellen Beleuchtungsanlagen eingesetzt. Auch in der Lichtbogenschweißtechnik und in einigen chemischen Prozessen, bei denen eine intensive Wärmequelle erforderlich ist, wurden sie eingesetzt. Ihr Betrieb ist jedoch mit einem hohen Stromverbrauch, UV-Emissionen und der Notwendigkeit von Bogenstabilisierungs- und Kühlsystemen verbunden.
Die Lichtbogenlampe erfordert ein spezielles Zünd- und Stromregelungssystem, da die Lichtbogeneigenschaften nichtlinear und ohne entsprechende Beschränkungen instabil sind. Obwohl sie weitgehend durch modernere Lichtquellen wie Entladungslampen und LEDs ersetzt wurde, wird sie manchmal noch in Spezialanwendungen eingesetzt, wo eine extreme Lichtintensität erforderlich ist.
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