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Die Magnetostatik ist das Teilgebiet des Elektromagnetismus, das sich mit der Untersuchung von Magnetfeldern befasst, die durch zeitlich festgelegte, stationäre elektrische Ströme erzeugt werden. Im Gegensatz zur Elektrodynamik, in der zeitlich veränderliche elektromagnetische Phänomene untersucht werden, geht die Magnetostatik davon aus, dass die Ströme konstant sind und sich das Magnetfeld im Laufe der Zeit nicht verändert, was die mathematische Beschreibung vereinfacht und die Verwendung der statischen Maxwell-Gleichungen ermöglicht.
Der Schlüssel zur Magnetostatik ist das Biot-Savart-Gesetz, das die Berechnung des magnetischen Induktionsvektors an einem bestimmten Punkt im Raum als Ergebnis der Integration der Wirkung der Elementarströme ermöglicht. Das zweite grundlegende Analysewerkzeug ist das Ampère-Gesetz, das die Zirkulation des Magnetfeldvektors um eine geschlossene Schleife mit dem Strom, der durch ihr Inneres fließt, in Beziehung setzt. In technischen Anwendungen ermöglicht die Magnetostatik die Modellierung und den Entwurf von Strukturen, bei denen Magnetfeldverteilungen unter stationären Bedingungen wichtig sind.
Magnetostatische Phänomene finden sich unter anderem in den magnetischen Kreisen von Transformatoren, Motoren, Spulen und Elektromagneten sowie in ferromagnetischen Materialien, wo die Beschreibung der magnetischen Bereiche und ihrer Wechselwirkungen statisch betrachtet werden kann. Numerische Methoden, wie die Finite-Elemente-Methode (FEM), werden in der Computertechnik zur Analyse komplexer dreidimensionaler Systeme unter Berücksichtigung von Material-Nichtlinearitäten und Randbedingungen eingesetzt.
Die Magnetostatik berücksichtigt weder die elektromagnetische Strahlung noch die elektromotorische Induktion, so dass das Modell besonders in Situationen nützlich ist, in denen die zeitliche Veränderung des Feldes vernachlässigbar ist. Die statische Magnetfeldanalyse spielt auch eine wichtige Rolle in der technischen Diagnostik, der Sensorentwicklung und dem elektromagnetischen Schutz.
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