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Gleich zu Beginn soll es betont werden, dass Kfz-Sicherungen nicht nur in Straßenfahrzeugen eingesetzt werden – man verwendet sie auch in Booten, sowie in vielen Geräten, sogar in der Industrie, weil sie eine günstige, praktische und weit verbreitete Alternative zu anderen Schutzlösungen darstellen.
In modernen Autos oder zumindest der absoluten Mehrheit der in den letzten Jahrzehnten hergestellten Fahrzeuge werden nur wenige Arten von Sicherungen verwendet. Sie haben standardisierte Abmessungen und Markierungen, dank denen sich Autofahrer keine Gedanken über die Verfügbarkeit von Elementen machen müssen. Die Oldtimer, insbesondere aus europäischen Ländern, sind hier eine Ausnahme. In ihnen können wir auf eine andere Art von Sicherheit stoßen.
Der Name „Zylindersicherung“ kann irreführend sein, da er sich meistens auf Sicherungen bezieht, die in den RTV- und Haushaltsgeräten verwendet werden und in Form eines Zylinders hergestellt sind. Der in der Automobilindustrie (hauptsächlich in Kontinentaleuropa) geltende Sicherheitsstandard war jedoch viele Jahre lang Zylinder aus Keramik oder Kunststoff mit einem längs angeordneten Streifen aus geschnittenem/verdrehtem Metall. Sie wurden auch oft als „Torpedo” bezeichnet. Der Nennstrom solcher Elemente hing von der Breite des Leiters ab. Diese Art von Artikeln ist immer noch erhältlich, stammt jedoch heute hauptsächlich aus Militärbeständen und wird von mehreren spezialisierten Herstellern angeboten.
Der Begriff „Kfz-Sicherung“ bezieht sich am häufigsten auf Messersicherungen, die gemäß der Norm ISO8820 (und der amerikanischen Norm J1284) hergestellt wurden. Ihre Konstruktion ermöglicht eine dichte Anordnung der Absicherungen auf kleinem Raum, was eine bequeme Wartung und einen bequemen Austausch ermöglicht. Das Angebot von TME umfasst auch Sicherungsbuchsen, die den Einsatz solcher Elemente in privaten Projekten oder Schalttafeln von Industrieanlagen ermöglichen.
Hochstromkreise, zum Beispiel die Stromversorgung eines Anlassers oder Zündkerzen, werden durch Elemente mit einer anderen Form geschützt – flach, mit Ausführungen, die mit Ösen an gegenüberliegenden Enden des Körpers ausgestattet sind. Um den Widerstand ihrer Installation zu minimieren, werden sie mit Schraubklemmen (normalerweise M5 oder M8) installiert. Diese Sicherungsart wird aufgrund ihrer sehr hohen Nennströme, die Hunderte von Ampere erreichen, als MEGA bezeichnet. Dieser Wert ist schnell ablesbar, da er auf der Oberfläche des Elements eingeprägt ist.
Am häufigsten stoßen wir in der Automobilindustrie auf drei Arten von Sicherungen: Standard ("normal"), Mini und Maxi. Manchmal kann man auch die Drei-Buchstaben-Symbole ATM, ATO, APX usw. treffen. Sie unterscheiden sich in der Größe und (bei den größten) mit einem Farbcode, der ihre Parameter angibt. Manchmal kann man auch Abmessungen Micro2 und Micro3 sehen. Die folgende Tabelle zeigt Unterschiede zwischen den einzelnen Sicherungstypen:
| Sicherungstyp | Andere Bezeichnungen | Breite | Höhe |
|---|---|---|---|
| Micro2 | n/z | ca. 9,1 mm | ca. 3,8 mm |
| Micro3 | n/z | ca. 14,4mm | ca. 4,2 mm |
| Mini | APM, ATM | ca. 10,9 mm | ca. 3,6 mm |
| Standard/Normal | APR, ATC, ATO, ATS | ca. 19,1 mm | ca. 5,1 mm |
| Maxi | APX | ca. 29,2 mm | ca. 8,5 mm |
Der Sicherungswert, d.h. der Nennstrom, bestimmt die maximale Stromstärke, die ein bestimmtes Element ohne Durchbrennen leiten kann. Bei Überschreitung bewirkt die Temperatur des Schmelzdrahtes, dass dieser bricht und den Stromkreis öffnet. Diese Schutzart dient in erster Linie dem Schutz der Elektroinstallation. Säure-/Bleibatterien, die in Autos verwendet werden, können sehr hohe Ströme liefern – wenn der angeschlossene Stromkreis kurzgeschlossen wird, könnte die Isolierung der Drähte schmelzen, dauerhafte Schäden an elektromechanischen Komponenten, Steckern, Buchsen und sogar Feuer verursachen. Es soll daher sichergestellt werden, dass die beschädigte Sicherung durch ein neues Teil mit den entsprechenden Parametern ersetzt wird.
Kfz-Sicherungen sind auf zwei Arten gekennzeichnet. Oft ist der Nennstrom auf dem oberen Teil des Gehäuses angegeben (sichtbar nach dem Einstecken des Elements in die Fassung). Sicherungen können auch anhand ihrer Farbe identifiziert werden. In der folgenden Tabelle sind die häufig verwendeten Notationskonventionen aufgeführt. Es ist erwähnenswert, dass bei Maxi-Sicherungen für die meisten Farben die Nennströme viel höher sind als bei kleineren Elementen.
| Nennstrom nach Größe | |||
|---|---|---|---|
| Sicherungsfarbe | Mini ca. 11 mm | Standard ca. 19 mm | Maxi ca. 30 mm |
| grau | 2 A | 2 A | * |
| lila | 3 A | 3 A | 100 A |
| beige/hellbraun | 5 A | 5 A | * |
| dunkelbraun | 7,5 A | 7,5 A | * |
| rot | 10 A | 10 A | 50 A |
| blau | 15 A | 15 A | 60 A |
| gelb | 20 A | 20 A | 70 A |
| weiß/transparent | 25 A | 25 A | 80 A |
| grün | 30 A | 30 A | 30 A |
| orange | 40 A | 40 A | 40 A |
* diese Größe existiert in der gegebenen Farbe nicht
Sicherungen im Auto zu prüfen und auszutauschen sind ganz einfache Aufgaben – aber Autofahrer, die sich im Bereich der Elektrotechnik nicht wohlfühlen, befürchten vielleicht, dass sie diesen Tätigkeiten nicht gewachsen sein werden. Da dies nur eine Illusion ist, werfen wir einen Blick auf den Sicherungswechsel: Schritt für Schritt und durch häufig gestellte Fragen.
Denken wir aus Sicherheitsgründen daran, dass alle hier beschriebenen Tätigkeiten nach dem Abstellen des Fahrzeugs (Schlüssel aus dem Zündschloss ausgezogen) durchgeführt werden sollten.
Zunächst einmal: Normalerweise befinden sich in Autos, insbesondere in den modernen, Sicherungen nicht an einer, sondern an mindestens zwei Stellen. Der Standort der Kisten ist natürlich im Fahrzeughandbuch genau beschrieben, aber es kann vorkommen, dass wir keinen Zugriff darauf haben. Hier lohnt es sich, Internetsuchmaschinen um Hilfe zu bitten und bei der Abfrage das genaue Modell und die Version des Fahrzeugs anzugeben: Die Position der elektrischen Komponenten kann von der Fahrzeugvariante abhängen, die am häufigsten durch ihr Baujahr, Hubraum und evtl. Ausstattungsvariante bestimmt wird.
Wir können auch selbstständige Recherchen durchführen. In den meisten Fällen befinden sich die Sicherungen unter der Motorhaube in einem gekennzeichneten Kunststoffgehäuse; hinter einer abnehmbaren Abdeckung in der Verkleidung vor dem Fahrersitz (manchmal ist der Zugang erst nach dem Öffnen der Tür möglich); oder neben dem Handschuhfach auf der Beifahrerseite. Hochstromsicherungen, z.B. des Anlassers, können sich direkt am Batterieanschluss befinden. Auf der Innenseite der Kastentür befindet sich ein geprägtes oder aufgeklebtes Diagramm, in dem die Nennwerte für jede Sicherung angegeben sind, und oft auch Informationen darüber, welchen Stromkreis die Sicherung schützt (Kraftstoffpumpe, vorderes Abblendlicht usw.). Wenn das Radio defekt ist, überprüfen wir zuerst die Sicherung, die sich an der Rückwand direkt neben dem Stromanschluss befindet.
Ohne Multimeter geht es auch, alternative Prüfmethode für Sicherungen wird unten besprochen. Wenn wir jedoch ein Messgerät haben, wird die Inspektion effizienter. Das Multimeter wird in den Durchgangsprüfmodus geschaltet, und dann werden die Prüfspitzen an die Prüfpunkte angelegt, die sich auf der Oberseite der Sicherung befinden. Die Punkte sind direkt mit den Anschlüssen des Elements verbunden: Wenn der Stromkreis offen bleibt (das Multimeter gibt keinen hohen Ton aus, um die Verbindung zu signalisieren), nehmen wir an, dass die Sicherung durchgebrannt ist.
Wenn das Messgerät keine Durchgangsprüfung bietet, kann man es auf den Ohmmeter-Modus (Ω) einstellen. In diesem Fall ist der angezeigte Wert nach dem Anbringen der Sonden an den Klemmen einer funktionierenden Sicherung nahe Null. Eine durchgebrannte Sicherung zeigt einen unendlichen Widerstand (meistens durch die Anzeige des Buchstabens i für eng. infinite signalisiert).
Wenn wir keinen Zugang zu einem Multimeter haben, ist die Sichtprüfung eine sichere Möglichkeit, die Sicherung zu überprüfen. Leider ist dies nur bei Elementen aus halbdurchsichtigem Material (oder mit transparenter Frontplatte) möglich und erfordert das Entfernen der Sicherung aus der Buchse. Überprüfen wir nach dem Trennen der vermutlich durchgebrannten Sicherung, ob der sichtbare Pfad darin unterbrochen oder verdunkelt ist - was bedeutet, dass das Element höchstwahrscheinlich ersetzt werden muss.
Die Messersicherungen werden durch Eindrücken in die Buchsen montiert. Die federbelasteten Kontakte des Sockels haften ziemlich stark an den Leitern des Elements, um eine dauerhafte Verbindung auch bei Vibrationen und Stößen zu gewährleisten.Verwenden wir zum Herausziehen der Sicherung ein Werkzeug: entweder einen speziellen Halter, also den Extraktor (Abzieher) oder eine Zange. Denken wir bei der Verwendung für letzteres daran, dass der Körper des Elements aus Kunststoff besteht - vermeiden wir daher Hektik und festes Festklemmen der Werkzeugbacken.
Die Installation einer neuen Sicherung kann ohne zusätzliche Instrumente erfolgen - es reicht aus, das Element in die Buchse einzusetzen. Sind die Kontaktflächen verschmutzt oder korrodiert (sie haben ihren metallischen Glanz verloren), müssen sie mit einer Drahtbürste, einem Stück feinem Schleifpapier oder einem Antioxidans (je nach Verschmutzungsgrad) aufgefrischt werden. An dieser Stelle kann sich auch herausstellen, dass der Fehler für den Notbetrieb der Elektroinstallation die Verschmutzung selbst oder die Verschlechterung der Kontakte ist. Es lohnt sich jedoch immer noch, die Sicherung durch eine neue zu ersetzen - wir werden sicher sein, dass die Sicherung gemäß ihren Nenneigenschaften funktioniert. Die Polarität des Schutzelements ist beliebig, d.h. ein versehentliches Anschließen der Sicherung "in der entgegengesetzten Richtung" hat keinen Einfluss auf die Funktion.
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