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Ein Ringzähler ist eine besondere Art von Schieberegister, das in digitalen Systemen zur zyklischen Erzeugung von Bitfolgen einer bestimmten Länge verwendet wird. Seine Funktion besteht darin, eine logische Eins (oder ein anderes Bitmuster) zwischen aufeinanderfolgenden Flipflops zu verschieben, die in einer geschlossenen Schleife verbunden sind. Nach jeder Zustandsänderung, die durch ein Taktsignal ausgelöst wird, bewegt sich die Aktivität um eine Position und kehrt am Ende des Zyklus zum Ausgangspunkt zurück.
Die Architektur des Ringzählers basiert auf D- oder JK-Flipflops, bei denen der Ausgang des letzten Elements mit dem Eingang des ersten verbunden ist, wodurch ein ringförmiger geschlossener Kreislauf entsteht. Die Initialisierung erfolgt in der Regel durch das Schreiben einer logischen Eins in eines der Flipflops, während die anderen im Zustand Null bleiben. Daraus ergibt sich ein Aktivitätszyklus, dessen Länge der Anzahl der Flip-Flops entspricht, so dass er als Impulsgenerator, als Zeitgeber oder als einfacher sequentieller Automat verwendet werden kann.
Der Ringzähler zeichnet sich durch einen hochdeterministischen Betrieb, eine einfache Erkennung des aktuellen Zustands und eine einfache Synchronisierung aus, was ihn für den Entwurf digitaler Schaltungen wie Zustandsautomaten, Datenflusssteuerungen und sequenzielle Steuerungen geeignet macht. Im Vergleich zu klassischen Binärzählern benötigt er für die gleiche Anzahl von Zuständen eine größere Anzahl von Flip-Flops, bietet aber eine kürzere Signallaufzeit und ein geringeres Risiko von Synchronisationsfehlern.
Einige Versionen verwenden einen Johnson-Typ-Zähler (auch transformierter Zähler genannt), der eine Abwandlung des Ringzählers ist und die doppelte Anzahl eindeutiger Zustände unter Verwendung von feedback mit Inversion erzeugt. Beide Arten von Zählern sind wichtige Elemente bei der Entwicklung von sequentiellen Strukturen, sowohl in diskreter Logik als auch in programmierbaren Systemen wie FPGAs oder CPLDs.
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